Kaffeemaschine

Die Geschichte des Kaffees und somit auch der Kaffeemaschine lässt sich bis in das neunte Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Damals gab es selbstverständlich keine Kaffeemaschinen im herkömmlichen Sinne. Zu jener Zeit malte man nicht die Bohnen, sondern die gesamte Frucht des Kaffeebaumes. Diese wurde dann mittels einfachem Mörser und einem Behältnis aus Stein oder Ton zerrieben und anschließend aufgekocht. In einigen afrikanischen Stämmen zog man es auch vor, den Kaffee mittels einer Art Walze aus Holz auszupressen. Erste Ansätze zu den Kaffeemaschinen waren also schon damals ersichtlich, jedoch lange nicht mit heutiger moderner Technik vergleichbar.
Lange Zeit war es auch nach der Eroberung des Kaffees in Europa für die breite Bevölkerung nicht möglich eine elektrische Kaffeemaschine zu erwerben. Erste Modelle waren so teuer, dass sie schnell die Hälfte eines durchschnittlichen Arbeitergehalts kosten konnten. Dieser Umstand sollte sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ändern. Nach dem zweiten Weltkrieg begann man mit der Massenproduktion von erschwinglichen Kaffeemaschinen. Mit der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs war nun auch die Epoche der Kaffeemaschine angebrochen. Besonders in großen Stückzahlen gefertigte Küchen- und Haushaltsgeräte fanden reißenden Absatz. So auch Kaffeemaschinen.
Eine der ersten patentrechtlich geschützten Filter Kaffeemaschinen war die „Wigomat“. Diese wurde 1954 auf dem deutschen Markt eingeführt. Nach ihrer Einführung wurden die bis dato verwendeten Vakuumbereiter und auch Percolatoren weitestgehend verdrängt. Die absolute Massenproduktion im Bereich der 10.000fach hergestellten Kaffeemaschinen nach heutigen Maßstäben begann in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Ein einziger Erfinder der Kaffeemaschine ist bis heute nicht klar zu benennen. Vielmehr sind es mindestens ein Dutzend Personen, welche zu unterschiedlichen Zeiten verschiedenste Kaffeemaschinen konstruierten und weiterentwickelten.
